Zwischen Weltklasse und Lernerfahrung: Hessens Athleten bei der U20-WM
Baier mit Bestleistung auf Weltklasse-Niveau
Bestes hessisches Ergebnis lieferte Hammerwerfer Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach). Mit 71,16 m qualifizierte er sich mit persönlicher Bestleistung als 17. der Meldeliste für das Finale und legte dort noch einmal nach: Mit 72,18 m im Endkampf steigerte er seine Bestmarke erneut und sicherte sich am Ende einen starken sechsten Platz. Damit gehörte Baier zu den Aufsteigern des deutschen Teams und lieferte eines der besten Resultate des gesamten DLV-Aufgebots in Eugene.
Hummel verpasst Finale knapp als 13. der Quali
Sein Disziplinkollege, Matti Hummel (Eintracht Frankfurt), verpasste als 13. der Qualifikation mit 70,13 m knapp den Finaleinzug, ein undankbarer Platz nach einem soliden Wettkampf.
Stadler läuft mit der 4x400-m-Staffel sicher ins Finale
Über die 4x400 m der Männer war mit Milan Stadler (Königsteiner LV) ein weiterer Hesse gefordert. Gemeinsam mit dem Team zog er im Vorlauf souverän ins Finale ein. Dort musste sich die deutsche Staffel am Ende mit Rang neun begnügen, dennoch bleibt der sichere Finaleinzug ein positives Signal für die Zukunft.
Hoyer verpasst über 1.500 m das Finale
Sein Vereinskollege Piet Hoyer (Königsteiner LV) ging über 1.500 m an den Start, verpasste als Achter seines Vorlaufs mit 3:45,20 min jedoch das Finale und blieb damit unter den eigenen Erwartungen zurück.
Thomä hauchdünn am Hochsprung-Finale vorbei
Auch im Hochsprung war Hessen vertreten: Jacob Thomä (Eintracht Frankfurt) belegte mit 2,10 m Rang zehn in der Qualifikation und verpasste damit den Finaleinzug nur knapp – bei einem international extrem starken Teilnehmerfeld, in dem bereits 2,14 m für die Finalteilnahme nötig waren.
Adler beendet Zehnkampf vorzeitig
Im Zehnkampf erlebte Alexander Adler (ASC Darmstadt) einen durchwachsenen Wettkampf. Nach ordentlichen Leistungen in mehreren Disziplinen – darunter starke 45,30 s über 400 m – musste er den abschließenden 1.500-Meter-Lauf und damit den Zehnkampf vorzeitig beenden (DNF). Er hat bis zum Schluss gekämpft, auch wenn das Ende nicht wie erhofft ausfiel.
Max Baiers starker sechster Platz im Hammerwurf war zweifellos der Höhepunkt aus hessischer Sicht und unterstreicht sein Potenzial für die kommenden Jahre. Daneben gab es mit dem Finaleinzug der 4x400-m-Staffel um Milan Stadler einen weiteren Achtungserfolg, der zeigt, dass auch im Mannschaftswettbewerb Substanz vorhanden ist. Matti Hummel, Jacob Thomä, Alexander Adler und Piet Hoyer blieben dagegen knapp unter ihren Zielen. Angesichts des international enorm hohen Niveaus – mehrere Wettbewerbe wurden erst mit Bestleistungen im Finale entschieden – sind solche knappen Verpassungen jedoch kein Grund zur Sorge, sondern wertvolle Erfahrungen auf dem Weg zur nächsten Stufe.
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Alle Fotos: Kai Peters