Maryse Luzolo beendet ihre Karriere – große Feier am Bundesstützpunkt Frankfurt am Main

  03.09.2026
Eine der prägendsten Weitspringerinnen Hessens hört auf: Maryse Luzolo (Königsteiner LV) hat ihre aktive Laufbahn beendet. Ende August wurde die gebürtige Frankfurterin am Olympiastützpunkt in Niederrad im Kreise von rund 100 Wegbegleitern verabschiedet.

 

Am Bundesstütpunkt Frankfurt am Main ging's noch mal richtig emotional zu: Rund 100 Leute waren da, um Maryse Luzolo (Königsteiner LV) offiziell in den Leistungssport-Ruhestand zu verabschieden. Neben Familie, Freunden und Funktionären waren auch die Trainer:innen mit dabei, die sie über die Jahre geprägt haben – Melanie Zecha, Jürgen Sammert, Markus Oerter und Philipp Schlesinger.

Ebenso vor Ort: Malaika Mihambo ließ es sich nicht nehmen, spontan vorbeizuschauen und sich persönlich zu verabschieden. Die beiden kennen sich schon seit der U18 und haben sich bei unzähligen Wettkämpfen das Zimmer geteilt – daraus ist über die Jahre eine richtig enge Freundschaft geworden.

Ganz ohne Sport ging's aber auch an diesem Abend nicht: Luzolo hatte sich selbst noch einen kleinen Dreikampf ausgedacht – Standweitsprung, Kugelstoßen, Pendelstaffel – bei dem sich Freunde, Trainer:innen und auch einige EM-Teilnehmer wie Marius Karges, Sophia Junk und Vanessa Grimm mit sichtlich viel Spaß und Ehrgeiz gemessen haben.

Luzolo selbst machte klar: Das war keine spontane Bauchentscheidung. Der Gedanke ans Aufhören sei über den Winter gereift, besprochen hatte sie es schon länger mit ihren engsten Leuten. Nach so vielen intensiven Jahren im Leistungssport startet für sie jetzt einfach ein neues Kapitel. Auch der Verein fand warme Worte für seine Ausnahmeathletin, die die ganze Karriere über als Vorbild und Kämpferin galt – nicht zuletzt, weil man sie auch in den härtesten Phasen nie fallen gelassen hat.

15 Jahre Leistungssport, davon zwölf im Trikot des Königsteiner LV – das ist eine ordentliche Bilanz. Die Highlights: Olympia in Tokio, WM in Budapest, Heim-EM in München, dazu Bronze bei der U20-WM 2014 in Eugene. Ihre Bestweite von 6,84 Metern stellte sie 2023 auf. Und nach dem heftigen Trainingsunfall 2017 mit mehrfachem Bänderriss im Knie hat sie sich mit purem Willen zurück an die Weltspitze gekämpft.

Ihre Wurzeln liegen tief in Frankfurt: Angefangen hat alles beim TSV Bonames, später ging's weiter bei der LG Eintracht Frankfurt – trainiert und gelebt hat sie immer in ihrer Heimatstadt. Und jetzt, am Bundesstützpunkt Frankfurt am Main, hat ihre Karriere den perfekten Abschluss gefunden.

 

Wir sagen danke für 15 Jahre Leidenschaft und wünschen ihr für ihren weiteren Weg alles erdenklich Gute!

ÖA