HLV mit vier Athleten bei der U20 Europameisterschaft im schwedischen Boras präsent
  10.07.2019 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Reichlich gute Leistungen für die hessischen Athleten bei der DLV Bauhaus-Gala in Mannheim

Einmal mehr war die „Bauhaus Juniorengala“ für den Leichtathletik-Nachwuchs die finale Möglichkeit, sich für internationale Aufgaben zu qualifizieren. Für die Altersklasse U20 ging es um die EM-Tickets für Boras (Schweden) und bei der jüngeren U18 wird im nächsten Monat beim „Europäischen Olympia-Jugendfestival“ in Baku (Aserbaidschan)um Edelmetall gekämpft. 

Das Team des Deutschen Leichtathletik Verbandes für Boras umfasst 85 Starter, darunter ein Quartett aus Hessen. Elias Goer (Sprintteam Wetzlar) wurde für die 200 Meter nominiert. Er wurde in Mannheim mit der neuen Bestzeit von 20,89 Sekunden Zweiter und führt damit aktuell in der U20 auch die deutsche Jahresbestenliste an. Auch in der DLV-Staffel (U20) über 4x100 Meter war Goer (auf Position drei laufend) mit von der Partie, die hinter den deutschen Männern (39,45) und vor den Briten (40,10) in 39,86 Sekunden Platz zwei belegte.

Über 400 Meter Hürden wird Janis-Elias Pohl (LG Eintracht Frankfurt) in Schweden auf Sekundenjagd gehen. Der deutsche U23 Vize-Meister reist mit einer Bestzeit von 51,50 Sekunden an. In Mannheim fand der Eintrachtler jedoch nicht richtig in die Spur und belegte nach einem "Hänger" an der siebten Hürde mit 56,21 Sekunden Rang sechs. Für Boras gehört Pohl auch noch zum Staffelpool und könnte eventuell zusätzlich noch über 4x400 Meter zum Einsatz kommen.

Flott unterwegs war auch Denise Uphoff (U20), die international über 4x100 Meter zum Einsatz kommen wird. Die Athletin im Trikot des Sprintteam Wetzlar knackte in ihrem Vorlauf in 11,62 Sekunden (auch PB) die EM-Norm und wiederholte dies mit 11,74 Sekunden als Dritte des Endlaufes nochmals. Über 200 Meter lieferte Denise mit 24,18 Sekunden ihren zweiten „Hausrekord“ an diesem Wochenende ab. Vierte Schweden-Fahrerin im Bunde ist Maike Schuster (LAV Kassel). Die Hochspringerin (Jahrgang 2003) gehört sogar noch der U18 an. Sie machte den EM-Start mit ihren 1,82 Metern beim Meeting in Hattersheim klar. Bei der Gala in Mannheim blieb die Nordhessin als Dritte mit 1,70 Metern unter ihren Möglichkeiten. 

Antonia Schrimpf (LG Fulda) unterbot mit 11,72 Sekunden auch noch die EM-Norm, fand bei der Nominierung jedoch keine Berücksichtigung. Nach einer verletzungsbedingt verlorenen Saison 2018 findet Antonia Dellert (noch U18/LG Seligenstadt) wieder zurück zu alter Stärke und gefiel mit der neuen „PB“ von 11,87 Sekunden. Über 800 Meter gab es einen hessischen Doppelsieg. Sophia Volkmer (TV Wetzlar/noch U18) setzte sich in 2:07,11 Minuten gegen Lara Tortell (TV Rendel/U20) durch, die 2:08,97 Minuten benötigte. Für Baku packen kann Moritz Mainka (Wiesbadener LV), der über 110 Meter Hürden in der neuen Hessenrekordzeit von 13,47 Sekunden gewann. (Siehe auch Extra-Artikel auf dieser Seite). Am Kaspischen Meer wird auch Sarah Vogel (LG Seligenstadt/U18) ihre Stäbe auspacken. Sie überwand glatte vier Meter, kann in dieser Saison jedoch schon eine Bestmarke von 4,05 Metern vorweisen. Nach Baku wollte eigentlich auch Oliver Koletzko (ebenfalls U18). Mit einer Vorleistung von 7,43 Metern konnte sich der Weitspringer aus dem Taunus auch berechtigte Hoffnungen machen, bei der Vergabe des einzigen Tickets ein Wörtchen mitzureden. Leider wurde im Vorfeld beim DLV jedoch versäumt, ihn auf die sogenannte „long list“ zu setzten. Eine fristgebundene Vorgabe des DOSB, die trotz erbrachter Norm auch im Nachgang nicht zu ändern ist. Damit war die Baku-Chance bereits vor dem ersten Sprung vom Tisch.

Koletzko sprang in Mannheim dann bei der älteren U20 mit. In der Hoffnung, hier eventuell die Norm von 7,55 Metern zu knacken. Der Kaderathlet lieferte eine tolle Serie mit fünf gültigen Sprüngen von 7,15 Metern und weiter ab. Der beste Versuch wurde bei hervorragenden 7,48 Metern gemessen. Diese neue persönliche Bestweite reichte jedoch leider nicht für den Trip nach Skandinavien. Auch Lilly Urban (LG Eintracht Frankfurt) wollte nach Baku. Kein Wunder, hatte die Speerwerferin im Vorfeld die Norm (49,00 m) mit 51,26 Metern bereits sicher abgehakt. In Mannheim wurde Urban (49,72 m) jedoch von Tjara Hsu (SV Electronic Hohen Neuendorf) ausgebootet, die das 500 Gramm schwere Sportgerät auf 51,26 Meter warf. Rang drei in diesem Wettkampf ging an Jenna Fee Feyerabend (TV Groß-Gerau), die 39,14 Meter markierte. Die Mehrkämpferin lief zudem noch 14,32 Sekunden (4.) über 100 Meter Hürden. Mit von der Partie im Michael-Hoffmann-Stadion waren noch zwei U20 Athletinnen. Jana Marie Lowka (LG Eintracht Frankfurt) hatte als Sechste des Speerwerfen mit 48,70 Metern eine neue Bestweite im Gepäck. Teamkollegin Victoria Sade Adu musste beim Hammerwerfen mit 51,77 Metern (8.) zufrieden sein.